Klickarbeiter aus Billiglohnländern
Wer sind die Klickarbeiter?
Klickarbeiter, auch Clickworker oder Crowdworker, sind Menschen, die weltweit – oft in Billiglohnländern wie Kolumbien, Kenia oder Indien – Daten für KI-Systeme aufbereiten, bewerten und annotieren. Sie markieren Straßenschilder für autonome Fahrzeuge, bewerten Texte auf Verständlichkeit oder klassifizieren Bilder, damit Algorithmen lernen, was rassistisch, gewalttätig oder kindgerecht ist. Mit jedem Klick trainieren sie die KI und bringen ihr den notwendigen Kontext bei – eine verantwortungsvolle, aber oft unterbezahlte und psychisch belastende Aufgabe.
Die Arbeitsbedingungen sind hart: Viele Klickarbeiter verdienen nur etwa 2 Euro pro Stunde und arbeiten oft 14 Stunden am Tag oder länger, um über die Runden zu kommen. Dabei sind sie dem ständigen Druck ausgesetzt, schnell und präzise zu arbeiten, um an die nächsten Aufträge zu kommen. Die Plattformen, auf denen sie tätig sind, funktionieren nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ – ein System, das zu Schlafmangel und existentieller Unsicherheit führt.
Warum sind Klickarbeiter so wichtig für KI?
KI-Systeme brauchen enorme Mengen an Trainingsdaten, um zu lernen. Diese Daten müssen nicht nur gesammelt, sondern auch bewertet und strukturiert werden. Klickarbeiter übernehmen diese Aufgaben:
- Sie annotieren Bilder und Videos (z. B. für selbstfahrende Autos oder Drohnenlieferungen).
- Sie bewerten Texte und Inhalte (z. B. für Chatbots oder soziale Netzwerke wie Meta oder TikTok).
- Sie filtern unangemessene oder gefährliche Inhalte – eine Arbeit, die oft mit psychischen Belastungen verbunden ist, da sie mit extrem gewalttätigen oder traumatisierenden Bildern konfrontiert werden.
Fehlende Regulierung und fehlende Wertschätzung
Ohne diese Arbeit wäre KI nicht in der Lage, Zusammenhänge zu erkennen, ethische Entscheidungen zu treffen oder auch nur einfache Aufgaben zuverlässig zu lösen. Doch während die Tech-Konzerne Milliardenumsätze erzielen, bleiben die Klickarbeiter im Schatten – unsichtbar, unterbezahlt und ohne angemessene Anerkennung.
In einigen Ländern wie Kenia haben sich bereits Gewerkschaften wie die Content Moderators Union gebildet, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Doch der Widerstand der Tech-Konzerne ist groß: Kosteneffizienz und Schnelligkeit stehen über dem Wohl der Arbeiter.
Die Beiträge der Tagesschau zu diesem Thema (3 min) können hier angeschaut werden!
Text wurde mit KI erstellt (Mistral) / Autorin: Sophie Zäh
Quelle für den Prompt: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/ki-klickarbeiter-100.html
Foto von Kaitlyn Baker auf Unsplash


